Skulpturen

Neben Installation, Landart und Aktionskunst entstehen in den letzten Jahren zunehmend Holzskulpturen, deren zentrales Thema der Mensch ist. Sie variieren zwischen naturalistischen und abstrakten Anteilen. Ihre Herstellung erfolgt ausschließlich in Handarbeit, denn auf Hilfsmittel wie Kettensägen oder Schleifmaschinen wird bewusst verzichtet. So entstehen die Figuren prozesshaft im Dialog mit den Eigenarten des jeweiligen Holzstücks. Die Betonung des Fragmentarischen, die deutlich sichtbaren Arbeitsspuren und nicht ausgearbeitete Passagen, im Sinne eines scheinbaren Non-finito, werden dabei gezielt eingesetzt. 

 


 

Dorothee Ruwe, M.A. in ihrer Rede zu einer Ausstellungseröffnung, 2001, Essen:                                                            
"....sein Werk ist oft für einen ganz bestimmten Raum konzipiert und von diesem inspiriert worden. Ich erinnere an seine Kellergalerie, den Kunstspeicher oder auch an seine Freilandinstallationen. Jeder dieser Räume birgt eine determinierende Atmosphäre in sich, die der Künstler durch Kreierung und Anordnung seiner Werke vervollständigt, den Blick des Betrachters lenkend, zu einem Gesamterlebnis führt. So ist es Volker Ullenboom wichtig, dass seine Werke immer auch als Gesamtkonzept im Zusammenspiel mit dem Raum erfahren werden und nicht als Aneinanderreihung einzelner Bilder gesehen werden. Aus diesem Grund ist auch die Sichtbarmachung der verbindenden und strukturgebenden formalen Elemente von besonderer Wichtigkeit. Wie auch die Wahl des Materials beziehungsweise der verwendeten Objekte.
Es handelt sich um Objekte, die entweder aus der Natur stammen oder uns aus einem mehr oder weniger alltäglichen Umgang vertraut sind. Die Materialien verweisen jedoch immer über sich selbst hinaus ..."